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Katzen unterscheiden sich deutlich bei der Ernährung vom Menschen und vielen anderen
Säugetieren, so auch dem Hund. Eine Katze, die ausschließlich Hundefutter bekäme, würde
schwere Mangelerscheinungen zeigen. Ihr würde z.B. die Aminosäure Taurin fehlen. Diese hat in
den letzten Jahren in den Energiedrinks "Red bull" etc. viel von sich Reden gemacht. Doch der
Mensch kann in seinem Körper Taurin selber herstellen und benötigt dies nicht aus der Nahrung
oder einem "Drink".

Anders dagegen die Katze. Sie muß Taurin mit der Nahrung zu sich nehmen,
und dieses Taurin findet sie im Fleisch. Schon aus diesem Grund müssen Katzen Fleisch fressen.
Auch in ihrem Fettsäurebedarf unterscheidet sich die Katze von uns. Zwar bedarf sie genau wie
wir Linolsäure und Linolensäure, außerdem benötigt sie im Gegensatz zu uns Arachidonsäure,
insbesondere um daraus auch Botenstoffe, wie Hormone zu bilden. Während sich Linol- und
Linolensäure z.B. in Maiskeimöl und Distelöl findet, steckt Arachidonsäure in Fleisch und Fisch.

Allerdings könnte die Katze nicht von Fleisch und Fett bzw. Öl allein leben. Sie benötigt etwas
Kohlehydrate, die sie in der Natur über den Darminhalt der Maus zu sich nimmt, und sie braucht
Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Letztere stecken vor allen Dingen in den Knochen der
Beute. Eine ausgewachsene 4 kg schwere Katze benötigt 18 - 19g Protein pro Tag. Ein 3 kg
schweres Tier braucht mit ca. 14 g Protein entsprechend weniger, ein 5 kg schweres Tier mit ca.
23 g Protein entsprechend mehr. Die Werte für Fett und Kohlehydrate werden nicht angegeben,
da sie für das Tier weitgehend nicht essentiell, also lebensnotwendig sind. Fett ist ein
Energielieferant und sollte als solcher eingesetzt werden. Kohlehydrate liefern leicht
verfügbare Energie, sind jedoch nicht so kalorienhaltig.

Dazu benötigt das Tier natürlich noch weitere Vitamine und Mineralien. Insbesondere beim
Calcium hat die Katze einen großen Bedarf. Jungtiere, die zuwenig Calcium zu sich nehmen,
entwickeln Störungen im Skelett. Eine Katze, die von Tischabfällen ernährt wird, bekommt im
Bereich der Mineralien, Vitamine und Spurenelemente sehr schnell Mangelerscheinungen.

Quellangabe: aus Katzenbuch Hobbythek, Copyright beim WDR/Hobbythek
 

Wir füttern unseren Katzen abgekochtes Rindfleisch, Huhn und Pute (supplementiert mit Felini complete und Taurin) und dazu füttern wir hochwertiges Nassfutter aus der Dose, z.B. Granata Pet, Feringa aber auch Bozita, Animonda vom Feinsten für Kitten, Cosma Thai und Porta 21. Einmal die Woche gibt es (wie eine Mahlzeit) einen Teller Trockenfutter für die ganze Truppe. Dazu gibt's ab und zu Bierhefe Tabletten, mal Quark, Multivitaminpaste von Gimpet, Multivitamin- und Taurin-Tabletten, also alles in allem ziemlich abwechslungsreich.

 

Ständiges Trockenfutter führt häufig zu Problemen im Harntrakt, die Katzen trinken zu wenig und in der Folge kommt es oft zu wiederkehrenden Blasenentzündungen, Entwicklung von Harnsteinen, Harngries oder Harnkristallen, welche die Blasenwände schädigen. (Zu alkalischer Bereich: Struvitsteine, zu saurer Bereich: Oxalatsteine). Struvitsteinen können aufgelöst werden, Oxalatsteine nicht, sie müssen herausoperiert werden.



Ein Rechenbeispiel:

Auf dem Etikett sind angegeben: Rohprotein 9 Prozent, Feuchtigkeit/Wasser 75 Prozent. Daraus
ergibt sich:

100 Prozent minus 75 Prozent (Wasser) gleich 25 Prozent (entspricht 100 Prozent Trockenmasse).
100 Prozent dividiert durch 25 Prozent gleich 4 Prozent (Eiweißgehalt).
Daraus folgt 4 Prozent mal 9 Prozent gleich 36 Prozent.
Ergebnis: Das Futter enthält 36 Prozent Eiweiß in der Trockenmasse.

Was eine Katze braucht
 

Katzen sind Beutetierfresser. Sie können im Gegensatz zu Hunden, die wie Menschen
Fleischfresser sind, auf Fleisch nicht verzichten. Im Verhältnis zum Körpergewicht ist der
Proteinbedarf einer Katze siebenmal höher als der des Menschen. Die essentielle Aminosäure
Taurin ist in tierischen Geweben vorhanden. Hunde können diese Aminosäure selber bilden,
Katzen nicht. Darum darf man auf keinen Fall Hundefutter an Katzen verfüttern, da sie dadurch
Taurinmangel erleiden können. Mit zehn Mäusen am Tag hätte eine Katze alles, was sie braucht:
Fleisch, Getreide, Pflanzen, Mineralien, Spurenelemente, Fette und Vitamine.

     
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