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  Tollwut
Wichtig auch im eigenen Interesse ist der Impfschutz gegen Tollwut. Katzen, die nach draußen dürfen, können sich dort an infizierten Nagern anstecken. Die Krankheit ist unheilbar. Die Tollwutviren dringen ins Gehirn vor und verursachen so eine Verhaltensstörung. Erkrankte Tiere werden aggressiv, beißen und übertragen mit dem Speichel die Erreger weiter. Auch für den Menschen, der sich auf diesem Weg infizieren kann, ist die Krankheit tödlich.
     
 

FELV "Katzenleukose"
Wer einmal eine Katze durch Leukose verloren hat, der weiß, wie schrecklich dieses Leiden für das Tier ist. Katzen infizieren sich untereinander über Speichelkontakt mit dem Virus (FeLV). Manchmal bricht die Krankheit erst Jahre später aus. Eine extreme Blutarmut, gebunden an eine Schwächung des Immunsystems oder ein krankhaft angeschwollener Thymus sind die schlimmen Symptome der Krankheit, die letztendlich zum Tod führen. Seit einigen Jahren gibt es einen sicheren Impfschutz.

 

Übertragung:

Von Tier zu Tier über Ausscheidungen, auch Speichel.

 

Symptome:

Sehr mannigfaltig, u.a. Infektionsneigung, Tumorbildung, Fruchtbarkeitsstörungen,  „chronische Kümmerer“.

 

Testmöglichkeiten Impfung:

Bluttest, Impfung bei Virusfreiheit reduziert Infektionsrisiko.

 

Heilungsaussichten:

Keine, wenn Krankheit ausgebrochen ist.

     
 

FIP "Feline Infektiöse Peritonitis"

 

Da diese Erkrankung zu umfassend ist, hier ein sehr guter Link zur Erklärung:

Wikipedia
 

Symptome:

Diffus, insbesondere Fieber, allmählicher Verfall, Futterverweigerung, Störungen im Zentralnervensystem (Lähmungen, Krämpfe etc.) Flüssigkeitsansammlung in verschiedenen Körperhöhlen, multiple Entzündungsherde in inneren Organen.

 

Testmöglichkeiten Impfung:

Bluttest leider nicht 100 %ig sicher, da ein Antikörpertiter bei einem klinisch gesunden Tier keinerlei Aussage erlaubt über die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches der Krankheit, Impfung verfügbar.

 

Heilungsaussichten:

Keine, wenn Krankheit ausgebrochen ist.

     
 

Katzenseuche "Panleukopenie"
Wer in dörflicher Umgebung lebt, kann fast jedes Jahr beobachten, daß mit einem Schlag fast alle "wild" lebenden Katzen fort sind. Der Grund: Die Tiere sind an der Katzenseuche gestorben. Bei den Erregern handelt es sich um Parvoviren, die zu den widerstandsfähigsten Viren überhaupt zählen. Katzen können sich sogar noch anstecken, wenn in ihrer Wohnung Jahre zuvor eine erkrankte Katze gelebt hat. Erbrechen und schwere Durchfälle mit Fieberschüben sind die Hauptsymptome dieser fast immer tödlich endenden Krankheit. Eine Behandlung eines kranken Tieres sollte so schnell wie möglich beginnen, dennoch wird auch der Tierarzt insbesondere Jungtiere nicht immer retten können. Die Schutzimpfung gegen diese häufigste Katzenkrankheit liefert 100 % Schutz und hat die Seuche heute weitgehend zurückgedrängt.

 

Übertragung:

Von Tier zu Tier über kontaminierte Gegenstände

 

Symptome:

Erbrechen, Durchfall, rascher Verfall, Fieber, Austrocknung

 

Testmöglichkeiten Impfung:

Impfung

 

Heilungsaussichten:

Heilung möglich

     
 

Katzenschnupfen
Der Katzenschnupfen kann durch verschiedene Viren (Herpesviren, Calciviren) hervorgerufen werden. Nase und Augen können starken Ausfluß zeigen, dazu stellen sich meistens gefährliche Sekundärinfektionen ein. Es ist wichtig, die Nase vor Verkrustungen frei zu halten, andernfalls besteht für die Katze Erstickungsgefahr. Katzenschnupfen ist besonders bei Jungtieren eine Gefahr, wenn diesen die Muttermilch mit den schützenden Antikörpern zu früh entzogen wurde. Auch für ältere Tiere ist der Katzenschnupfen eine enorme Belastung und kann unter Umständen zum Tod führen. Eine Schutzimpfung ist deshalb dringend angeraten.

 

Übertragung:

Von Tier zu Tier über kontaminierte Gegenstände.

 

Symptome:

Niesen, Ausfluss aus Nase und Augen, Schluckbeschwerden, Mundhöhlen- und Rachenentzündung, in schweren Fällen Fieber und Lungenentzündung.

 

Testmöglichkeiten Impfung:

Impfung.

 

Heilungsaussichten:

Heilung möglich.

     
 

FIV "Katzenaids"
Tatsächlich gibt es auch bei Katzen eine ansteckende Immunschwächekrankheit, die durch das FI-Virus verursacht wird. Dieses ist für den Menschen nicht ansteckend. Übertragen wird das FI-Virus meist über Bisse bei Katerkämpfen oder beim Paarungsbiß des Katers. Ähnlich wie beim menschlichen HI-Virus können auch infizierte Katzen über Jahre symptomfrei leben. In vorgerücktem Alter werden sie jedoch anfälliger für Infektionen, die dann meist irgendwann zum Tode führen. Gegen FIV gibt es genau wie gegen HIV keine Schutzimpfung. Eine gute Pflege und u.U. tierärztliche Betreuung kann auch infizierten Katzen über viele Jahre hinweg ein fröhliches Leben ermöglichen.

 

Übertragung:

Von Tier zu Tier, besonders durch Biss- und Kratzwunden, nicht auf den Menschen übertragbar.

 

Symptome:

Ähnlich dem FELV

 

Testmöglichkeiten Impfung:

Bluttest, keine Impfung verfügbar.

 

Heilungsaussichten:

keine.

     
  Hautpilzerkrankungen

Leider ist z.B. der ““Microsporum canis” (gängigste Pilzinfektion bei Katzen) keine Seltenheit. Vor allem Zuchten, Tierheime oder Pensionen (also generell Mehr- oder Massentierhaltung) stehen in der Gefahr. Und nicht nur die Katze ist gefährdet, sondern auch der Mensch, denn diese Hautpilze können auf den Menschen übertragen werden!

Den Auslöser für diese Erkrankung liefern sogenannte Dermatophyten, die nur in den obersten, toten Schichten der Haut leben. Sie lösen die oberflächlichen Hornschichten auf und nisten sich in Haut, Haaren und Krallen ein. Eine wesentliche Rolle beim Ausbruch des Hautpilzes spielt das Immunsystem der Katze. Geschwächte, gestreßte, trächtige oder säugende Katzen stehen besonders in der Gefahr der Infektion, ebenso wie Jungtiere. Je gesünder und abwehrstärker ein Tier ist, desto geringer sind die zu erwartenden Symptome. Kommt es zu einer Ansteckung des Menschen, verursachen Dermatophyten meist einen Hautausschlag, bei immungeschwächten Personen und Kindern kann es aber auch - wie bei den Katzen selbst - zu Organbefall kommen. Daher ist zu sagen: Es handelt sich hier absolut nicht um eine Kleinigkeit, denn der Hautpilz der Katze heilt im allgemeinen NICHT von selbst aus!

Auch wenn die Katze keine sichtbaren Hautveränderungen (mehr) aufweist, trägt sie nach einer Infektion die Sporen (besonders die Langhaarkatze). Unternimmt man nichts gegen diese Sporen, bleibt die potentielle Ansteckungsgefahr für Mensch und Tier. Meist sogar für immer, denn Pilzsporen bleiben jahrelang infektiös! Auch muß ein Pilzbefall nicht unbedingt äußerlich sichtbar sein, sondern kann ebenso bereits auf die Organe übergegriffen haben! Die Folge hiervon kann z.B. eine schwere Lungenentzündung sein, die zum Tode führen kann.

Symptome:
Das Erscheinungsbild gestaltet sich sehr unterschiedlich. Zunächst einmal wäre da das Symptom des Haarbruches. Rote Ringe, die sich um einen schuppigen Fleck mit abgebrochenen Haaren ziehen, bezeichnet man als “klassiche Ringflechte”. Häufiger jedoch bilden sich einfach kahle Stellen im Fell, besonders an Kopf (rund um die Ohren) und Beinen, aber auch auf dem Rücken. Oder aber man findet einfach nur kleine blutige, erhabene Krusten im Fell. Die Infektion kann sich jedoch auch auf den ganzen Körper ausbreiten und Entzündungserscheinungen hervorrufen. Es kann (muß aber nicht) zu Juckreiz kommen, ebenso zu brüchigen, verfärbten oder verformten Krallen, oder gar zu einer Krallenbettentzündung. Wie bereits erwähnt, kann der Pilz aber auch auf die Organe übergreifen und so vielfältige Organerkrankungen hervorrufen, die lebensbedrohlich sein können.

Behandlung:
Zunächst einmal muß der Tierarzt feststellen, um welchen Pilz es sich handelt. Manche Pilze sind durch UV-Licht zu erkennen, andere durch mikroskopische Untersuchungen der Haare. Am sichersten ist jedoch, eine Pilzkultur anzulegen. Die benötigt jedoch seine Zeit. Es gibt mehrere Ansätze, den Pilz zu "besiegen" Hier der schulmedizinische Ansatz: Es wird als Sofortmaßnahme meist ein Antimykotikum eingesetzt, um den Wachstum des Pilzes zu stoppen.

Es gibt auch eine (wenn auch etwas kostspielige) Impfung, die gegen sämtliche bekannten Pilzsporen sowohl im Behandlungsfall als auch als vorbeugende Maßnahme einzusetzen ist. Der Impfstoff heißt “INSOL Dermatophyton” (Boehringer) und muß zweimal innerhalb von 14 Tagen verabreicht werden. Der Heilungsprozeß befallener Katzen schreitet nach der zweiten Impfung schnell voran und ist nach wenigen Wochen vollständig abgeschlossen. Nach der Impfung sind die Katzen immun gegen den Pilz. Die Kosten der Impfung belaufen sich so um die 45 - 56 € x 2 = 90 - 96 € pro Tier. Hier bleibt anzumerken, dass die Realität häufig das Gegenteil zeigt: trotz Impfung erkranken die Tiere erneut, und nach der Impfung wird häufig ein extremer Ausbruch des Pilzes beobachtet. Einige Tiere sprechen allerdings gut auf die Impfung an, andere wiederum nicht.

Die meisten Tierärzte empfehlen bei der Antimykose-Behandlung, vor allem bei generalisierten Befall von Langhaarkatzen, die Katze komplett zu rasieren!!! (hier bleibt anzumerken: allerdings werden kleine Läsuren, durch die Rasur verursacht, wieder bevorzugt vom Pilz befallen) Natürlich empfiehlt sich  zusätzlich auch eine gründliche Desinfektion des Haushaltes. Am besten mit haushaltsüblichen pilzabtötenden Putzmitteln  und mit speziellen Ozon Geräten und mit einem Dampfstrahler, der Temperaturen über 100 °C erzeugt. Weiterhin gibt es Wäsche-Desinfektions-Mittel, die ins Weichspüler-Fach der Waschmaschine hinzugegeben werden können, um eine Infektion des Menschen über die Kleidung zu vermeiden.

Quellangabe: teilweise aus

http://www.loetzerich.de/

     
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