| |
Endoparasiten
Verwurmungsgefahr
Darmwürmer sind Parasiten, die in einem Wirtstier und auf dessen Kosten
leben. Sie schädigen es durch Verletzungen, Nährstoff- und Blutentzug sowie
durch Stoffwechselgifte. Je nach der Stärke des Befalls und der Wurmart
einerseits und des Alters bzw. des Gesundheitszustandes und
Widerstandskraft des Wirtes andererseits, können Krankheiten und Todesfälle
die Folge sein.
Nicht nur Tiere sind durch einen Wurmbefall gefährdet, sondern auch der
Mensch. Vom Tier ausgeschiedene, ansteckungsfähige Larven werden vom
Menschen, insbesondere von Kindern, die in engem Kontakt mit ihrem Haustier
leben, aufgenommen. Die Parasitenlarven vermögen zwar im Fehlwirt Mensch
ihren Entwicklungszyklus nicht abzuschließen, die Wanderung durch den
menschlichen Körper kann jedoch zu Gewebeschädigungen und Krankheiten
führen.
Deshalb gilt:
- Menschen und Haustieren zuliebe regelmäßige Entwurmung nach Plan
durchführen.
Wurmdiagnose
Obwohl die meisten erwachsenen Würmer von Auge sichtbar sind, werden bei
einem mäßigen Wurmbefall lediglich deren Eier ausgeschieden. Die sind
jedoch mikroskopisch klein und können deshalb von Auge nicht erkannt
werden. Zur Diagnose eines Wurmbefalls ist deshalb eine mikroskopische
Untersuchung des Kotes nötig. Bei einem negativen Resultat kann aber ein
Wurmbefall immer noch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, da eine
Eierausscheidung nicht ständig erfolgt. Aus diesen Gründen ist eine
regelmäßige Entwurmung ohne vorherige Kotuntersuchung sinnvoll.
Entwurmung
Ausgewachsene Haustiere sollten alle 3 bis 4 Monate mit einer gegen alle
Wurmarten wirksamen Wurmtablette oder Wurmpaste behandelt werden.
Gewisse Wurmarten gelangen während der Trächtigkeit und Säugeperiode in die
Gebärmutter aber auch Milchdrüse des Muttertieres, weshalb Welpen sich
schon vor oder kurz nach der Geburt bereits anstecken können. Jungtiere
sollten deshalb bereits in der 2. Lebenswoche entwurmt werden. Die
Behandlung wird alle 14 Tage wiederholt bis zum 3. Lebensmonat. Danach wird
ebenfalls alle 3 Monate entwurmt.
Quelle:
http://www.kleintierpraxis.ch
Ektoparasiten
Floh & Co - Parasiten bei der Katze
Katzen, die nach draußen dürfen, bringen oft ungebetene Gäste mit ins Haus.
Flöhe, Zecken und Milben fühlen sich im Fell der Katze wohl. In den
Sommermonaten sollte eine Katze immer auf anhaftende Zecken nach dem
Nachhausekommen untersucht werden.
Zecken
Zecken warten im Gebüsch auf ihre Opfer. Nehmen sie den Geruch eines
Säugetiers wahr oder spüren sie die Wärme, so lassen sie sich einfach auf
diesen Wirt fallen und beißen sich dort fest. Zecken können Tage an der
Katze verbleiben und trinken sich in dieser Zeit auf ihre dreifache
Körpergröße mit Blut voll. Zecken scheinen den Geruch von Knoblauch nicht
zu mögen. Wenn die Katze und ihr Besitzer es mögen, kann Knoblauch in
kleinen Mengen an die Katze verfüttert werden. Der Geruch wird vermutlich
einige Zecken abhalten.
Zecken können mit einer Zeckenzange oder mit den Fingern herausgeholt
werden. Es ist wichtig, daß der Griff tief ansetzt, andernfalls bleibt der
Zeckenkopf im Fell zurück und verursacht eine Entzündung. Leichtes Drehen
beim Entfernen der Zecke kann sehr hilfreich sein. Die Hautstelle sollte
nach dem Entfernen der Zecke desinfiziert werden.
Flöhe
Das häufigste Ungeziefer bei Katzen sind Flöhe. Freigänger unter den Tieren
haben besonders im Sommer unter der Flohplage zu leiden. Die blutsaugenden
Minimonster ernähren sich keineswegs nur von Katzenblut, sondern zapfen
auch sehr gerne den Menschen an. Wenn möglich, trinken die Flöhe täglich
Blut, danach hinterlassen sie einen pöckchenartigen Flohstich, der gemein
juckt.
Die Eier der Flöhe brauchen für ihre Entwicklung keine Katze, sondern
werden von den Flohweibchen gern auf Teppiche, Matratzen oder Bettzeug
abgelegt. Die unscheinbaren Flohlarven ernähren sich von Schmutz und Staub
und belästigen weder Katze noch Mensch. Doch schnell wachsen sie zu
erwachsenen Flöhen heran, die wiederum die Katze und den Menschen
piesacken.
Schon ein Floh in der Wohnung ist ein Alarmzeichen. Sofort gilt es nun, das
Übel an der Wurzel zu packen. Da Katzenflöhe auf Dauer nicht allein beim
Menschen überleben können, ist die Bekämpfung der Flöhe auf der Katze der
erste Schritt. Leider sind fast alle in Apotheken und im Fachhandel
erhältlichen chemischen Präparate, insbesondere die sogenannten
Flohhalsbänder, sowohl für die Katze als auch für den Menschen giftig. Hier
werden pestizide Stoffe über einen längeren Zeitraum freigesetzt. Dazu
zählen Permethrine (Pyrethroide), Carbamate und Organophosphate. Die
Hersteller geben selber an, daß trächtige Tiere oder Welpen ein solches
Pestizidhalsband nicht tragen dürfen. Die chemische Keule ist natürlich gut
wirksam. Tatsächlich ist die Katze nach kurzer Zeit flohfrei und auch die
Flohinvasion in der Wohnung schrumpft schnell zusammen. Als unbedenklich
soll lediglich ein chemisches Flohspray mit dem Wirkstoff Fipronil
einzustufen sein. Der Stoff verhindert die Wirkung eines Neuroregulators im
Gehirn der Parasiten, der bei Wirbeltieren nicht vorhanden ist und somit
auch nicht beeinträchtigt werden kann. Weitere Infos unter: Flohbekämpfung.
Milben
Auch Katzen haben unter Milben zu leiden. Besonders im Herbst werden sie im
Freien von Herbst-, Gras- oder Gartenmilben befallen. Die winzigen Milben
sind mit bloßem Auge im Katzenpelz nicht zu erkennen. Ihre Bisse
verursachen bei den Tieren stark juckende Wunden.
Haarlinge
Haarlinge, die mit ihrer Körperlänge von 1,3 mm kaum halb so groß wie die
Katzenflöhe sind, gehören zu den Kerbtieren (Insekten). Im Gegensatz zu
Flöhen, Zecken und Milben stechen sie ihr Wirtstier nicht an um Blut zu
saugen, sondern sie ernähren sich von Hautschuppen und von aus Kratzwunden
austretenden Sekreten, die sie mit Hilfe ihrer breiten Kiefer zu sich
nehmen. Der gesamte Lebenszyklus der Haarlinge läuft auf der Katze ab.
Werden sie von "ihrer" Katze getrennt, sterben sie innerhalb von 14 Tagen
ab.
Die Ansteckung erfolgt direkt von Katze zu Katze. Selten kommen jedoch
Pflegeutensilien wie Kamm und Bürste als Überträger in Betracht. Drei
Larvenstadien kennzeichnen den Entwicklungszyklus der Haarlinge. Die Eier
werden einzeln an die Haare der Katze geklebt. Hauptsächlich schlecht
gepflegte und geschwächte Katzen sind für den Befall prädestiniert.
Menschen werden nicht befallen.
Haarlinge sind mit bloßem Auge, spätestens jedoch mit einer einfachen
Lupen, an ausgekämmten Katzenhaaren zu erkennen. Sie verursachen bei ihrem
Wirtstier Hautschäden durch Kratzen und Knabbern. Haarausfall, Infektionen
und Ekzeme können als Folgeerscheinung bei zu starkem Befall auftreten.
Haarlinge können als Bandwurmzwischenwirt fungieren. Deshalb sollte nach
festgestelltem Befall immer eine entsprechende Wurmkur folgen. Ansonsten
wird die Katze im Abstand von 10 Tagen mehrfach mit einem Insektizidpuder
behandelt.
Flohbekämpfung
Trotz intensivem Einsatz von Insektiziden und anderen Flohmitteln scheint
die Flohpopulation ständig zu wachsen. Auch wenn wir die Flohpopulation nie
werden ausrotten können, so gibt es doch gute Möglichkeiten Ihren Hund bzw.
Ihre Katze vor einem Flohbefall zu schützen bzw. zu behandeln falls das
Tier bereits einen Befall aufweist.
Diagnose
Die meisten Hunde zeigen einen mäßigen bis ausgeprägten Juckreiz v.a. im
Bereich des Schwanzansatzes. Obwohl auch Katzen sich kratzen können,
scheinen viele keinen offensichtlichen Juckreiz zu verspüren. Am
einfachsten kann ein Flohbefall durch Nachweis des Flohkotes im Fell
erkannt werden. Ein weißes Papiertüchlein wird unter das Tier gelegt.
Anschließend wird v.a. oberhalb des Schwanzansatzes kräftig durch das Fell
gestrichen. Falls schwarze Punkte, die sich bei Nässe rot verfärben,
festgestellt werden, muss von einem Flohbefall ausgegangen werden.
Entwicklungszyklus
Erwachsene Flöhe leben im Fell Ihres Haustieres. Das Weibchen legt dort
Eier, die herunterfallen und in der gesamten Wohnung verteilt werden. Aus
den Eiern schlüpfen die Larven, die sich nach einigen Tagen verpuppen. Im
Kokon warten die ausgewachsenen Flöhe darauf zu schlüpfen, um Ihr Haustier
erneut zu befallen. Auf diese Weise kommt es auch im Winter zu einem
exponentiellen Wachstum. In den geheizten Wohnungen herrschen ideale
Temperaturen. Mindestens 85% der Flohpopulation besteht aus Eiern und
Larven.
Flohbekämpfung
Behandlung am Tier: Mittels eines Insektizids können die Flöhe am Tier
abgetötet werden. Modernere Flohmittel werden vom Tier gut vertragen, sind
sehr wirksam und einfach in der Anwendung. Zudem wirken sie über einen
Zeitraum von 4 bis 8 Wochen nach einer einmaligen Verabreichung. Lassen Sie
sich vom Tierarzt beraten.
Behandlung der Umgebung: Ebenso wichtig wie die Behandlung des Tieres ist
die Behandlung der Umgebung. Wichtig ist eine mechanische Entfernung der
verschiedenen Flohstadien mittels Staubsauger (Teppich, Polstergruppe,
Katzenbaum, Auto etc.) und Waschmaschine (Decken, Tücher, Kissen etc.).
Danach sollte die Umgebung mit einem Umgebungsspray behandelt werden.
Moderne Umgebungssprays sind giftklassefrei und enthalten Substanzen), die
in den Entwicklungszyklus eingreifen und eine Weiterentwicklung von Larve
zu Puppe unterbrechen.
Flohvorbeugung
Eine gute Flohprophylaxe verhindert die oben erwähnten Unannehmlichkeiten
und Insektizideinsätze von vornherein.
Herkömmliche Methoden wie Flohbänder sind sehr unbefriedigend. Tierärzte
nehmen regelmäßig Tiere in Konsultation welche trotz Flohband an einem
Flohbefall leiden. Das Band enthält ein Insektizid welches zu
Unverträglichkeiten führen kann. Zudem wirkt ein solches Flohband oft
störend.
ProgramR ist eine Tablette für Hunde, bzw. eine milchige Suspension für
Katzen, die monatlich einmal direkt oder mit dem Futter eingegeben wird.
Program enthält Luferon als Wirkstoff. Luferon verhindert die Bildung des
Eizahns aus Chitin und verhindert somit das Schlüpfen der Flohlarven. Es
greift also lediglich im Stoffwechsel des Flohs ein und ist kein
Insektizid. Die Belastung für das Tier durch ein Insektizid fällt weg, die
Anwendung ist einfach und die vorbeugende Flohwirkung hervorragend. Bei
Katzen, die die Programsuspension nicht schlucken wollen, kann Program beim
Tierarzt auch gespritzt werden. Eine Spritze schützt über einen Zeitraum
von 6 Monaten.
Quelle: http://www.kleintierpraxis.ch |